BVDM und Bundesverkehrsministerium arbeiten an Lösung zur Winterreifenpflicht für Motorräder
BVDM und Bundesverkehrsministerium arbeiten an Lösung zur Winterreifenpflicht für Motorräder
Berlin. Bei intensiven Gesprächen zur Winterreifenpflicht für Motorradfahrer haben der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer und der Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM e.V.) jetzt vereinbart, dass das Bundesverkehrsministerium noch einmal die Reifenhersteller anschreibt und technische Informationen abfragt, inwieweit moderne Motorradreifen (ohne M+S-Kennzeichnung und Enduro-Reifen) auch bei winterlichen Bedingungen ohne nennenswerte Einbußen beim Fahrverhalten eingesetzt werden können.
Der BVDM hatte Staatssekretär Scheuer das Ergebnis einer Befragung von Reifenherstellern und der Motorradhersteller/-importeure der TOP 20 der Zulassungsstatistik überreicht. Fazit der Befragung: Es gibt so gut wie keine Winterreifen für Motorräder und eine Entwicklung ist seitens der Reifenhersteller auch nicht vorgesehen. Dem Argument des Motorradfahrerverbandes, dass die Bundesregierung nicht etwas anordnen kann, was es nicht gibt, hielten die Fachleute des Ministeriums Sicherheitsbedenken und die EWG-Richtlinie entgegen.
Nach Vorlage der Ergebnisse aus der Befragung des Ministeriums sind kurzfristig weitere Gespräche zwischen dem Verband und dem Bundesverkehrsministerium vorgesehen, um bei der anstehenden Novellierung der Straßenverkehrsordnung eine praktikable Lösung für die Winterreifenpflicht bei motorisierten Zweirädern zu erreichen.
Der BVDM begrüßt ausdrücklich, dass sich Staatssekretär Scheuer um eine Lösung bemüht, wünscht sich aber eine Änderung des Verordnungstextes oder eine entsprechende Anweisung an die Kontrollorgane.