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Es war wieder Deutschlandfahrt und Martin rief zur Kontrolle.

Nachdem Bernd und ich im letzten Jahr eine Hauptkontrolle am Altsee besetzt hatten und es uns sehr viel Spaß machte, hatten wir uns für dieses Jahr wieder als Helfer angeboten. Und über dieses Mal möchte ich euch einiges berichten:

Martin erzählte uns, daß bei der Deutsch-landfahrt am ersten Septemberwochenende immer schlechtes Wetter sei. (Letztes Jahr hatten wir Supersonnenschein, strahlend blauen Himmel und T-Shirt und kurze Hose an.) Unser Hauptkontrollpunkt lag in Krottelbach. Noch nie gehört? Nee, wir auch nicht. Bernd rief erst einmal seinen Routenplaner im Computer auf und fand auf Anhieb Krottelbach in der Rheinland-Pfalz bei Kaiserslautern. Wir versprachen die Stelle ab acht Uhr am Freitag Morgen zu besetzen und da es doch etwas weit entfernt ist(?) fuhren wir am Donnerstag nachmittag um ca. 17 Uhr los. Während der Fahrt (Ach übrigens: Superwetter!) wurde es dann langsam Dunkel, und so kurz nach 22 Uhr kamen wir am Wanderheim an. Es war stockdunkel, da mitten im Wald und dann noch auf einem Berg gelegen; Straßenlampen waren vorhanden, aber nicht an. Ach so, vielleicht sollte ich dazu sagen, daß wir mit einem VW-LT Wohnmobil dort waren. Wir richteten uns also häuslich ein, ich dachte noch, ob du hier wohl schlafen kannst?, aber eine halbe Stunde später schnarch, schnarch'. Irgendwann, es war noch Dunkel, waren wir plötzlich hellwach: es hatte etwas oder jemand ans Auto geklopft. Da hörten wir es wieder: es waren Vogelbeeren, die vom Baum aufs Dach fielen. Na ja, und in der Nacht, wenn alles sehr ruhig ist, knallt so was fürchterlich. Freitag, 7 Uhr hieß es aufstehen, weil um acht Uhr theoretisch schon jemand bei uns Starten könnte. Bernd wollte Kaffee kochen - tja, kein Kaffeepulver dabei. Im Wanderheim rührte sich auch nichts. (Öffnungszeiten von 14 - 18 Uhr.) Ob wohl jemand kommt? Um halb zehn ging's los: ein Motorrad! Wir taten, was man so als Hauptkontrolle tut: stempeln, Uhrzeit und Kilometerstand aufschreiben, etwas plauschen u.s.w.

Dann kamen noch weitere Motorräder, einzeln und in Gruppen. Es hörte gar nicht mehr auf. Alle waren am gleichen Punkt gestartet und durften bei uns erst um halb elf weiterfahren. Es waren viele da. Mit Beiwagen, ohne Beiwagen, mit Kind, ohne Kind, mit Sozius, ohne Sozius. Sie erzählten uns vom Nebel, der im Tal lag. Bei uns auf dem Berg schien zwar nicht die Sonne, aber Nebel war nicht da, und es regnete auch nicht. Noch nicht! Der Regen kam so um halb drei zusammen mit einem Gewitter. Wir hatten gerade ein nettes Paar aus Berlin "abgefertigt". Sie erzählten uns von viel Regen, durch den sie gefahren waren, und ich sagte noch stolz: "Letztes Jahr am Altsee (siehe weiter oben), und hier ist es doch toll. Na ja. kaum waren sie weg, mußten wir Tisch und Stühle einpacken und uns ins Innere des Wohnmobils zurückziehen. Und immer noch kamen Motorräder! Und alle Leute waren gut drauf. Ich glaube, die Meisten fahren regelmäßig die Deutschlandfahrt und kennen die Sache mit dem Wetter. Als wir um 20 Uhr die Hauptkontrolle schlossen, war das Wetter nicht besser. Wir machten es uns gemütlich und dachten an die "Armen" Motorradfahrer/innen, die durch das Wetter gefahren waren, teilweise in Zelten übernachteten und Morgen weiterfahren mußten. Drei Wertungshefte wurden über Nacht abgegeben, also hieß das am Samstagmorgen um sieben Uhr aufstehen. Pünktlich um acht Uhr holten die Ersten ihr Heft ab, die Anderen ließen sich Zeit, was sie uns abends aber schon angekündigt hatten. Bis 11 Uhr war die Kontrolle besetzt, und danach fuhren wir in strömendem Regen zur Zielkontrolle nach Bensheim. Auf dem Programm stand nun ein Stadtrundgang und dann Abendessen, Siegerehrung, Verteilung von Sachpreisen und gemütliches Beisammensein. Natürlich waren sehr viele Leute da. Es war lustig, alle die bei uns waren, wiederzusehen und auszutauschen, was so alles passiert war. Von ca. 105 Leuten die mitgemacht haben waren ca. 40 bei unserer Kontrolle gewesen. Sonntagmorgen gab es noch ein tolles Frühstücksbüffet und viele Gespräche, und nach und nach machten sich alle auf den Heimweg. Bernd und ich sind uns sicher, daß wir auch im nächsten Jahr wieder dabei sein werden. Und wie ist es mit Euch ?

Silvia und Bernd Laude

 
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