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Fahrassistenzsysteme


Autor Nachricht
Verfasst am: 16. 03. 2014 [18:44]
MichaelWilczynski
Michael Wilczynski
Themenersteller
Dabei seit: 27.05.2009
Beiträge: 305
Wie Bambi geschrieben hat, wird hier bisher nicht über die geplanten oder möglichen ITS geschrieben.

Es wird bei unseren Vertretern in Brüssel ernsthaft diskutiert diese Systeme bei Motorrädern einzuführen, um die Unfallzahlen zu senken.

Wir unterscheiden zwischen aktiven und passiven Systemen.

Ein passives System registriert irgendetwas und zeigt es dem Fahrer an. (Oder warnt auf irgendeine Art.

Ein aktives System registriert etwas und greift in das Fahrzeug ein.

Z.B. wird über passive Abstandswarner und auch über aktive Abstandswarner diskutiert.
Der Passive zeigt über Licht oder Ton an, dass der Abstand zu gering ist.
Das aktive System bremst das Motorrad soweit ab, bis der richtige Abstand erreicht ist.


Head up Display.... gibt es schon bei vielen Pkw.
Die Informationen des Tachos / Bordcomputer werden im Sichtfeld auf die Frontscheibe projeziert.
Beim Motorrad sollen diese Infos im Helmvisier eingeblendet werden.


E-Call. Wird ab nächstem Jahr bei Neu Pkw Pflicht. Ich habe mir das Patent für E-call bei Motorrädern angesehen. (Schuberth) Ich glaube das es sinnig ist. Aber ob es Pflicht sein sollte?

Es gibt noch viele andere Sachen. Werde sie nach und nach mal vorstellen.

Gruß
Michael Wilczynski
Verfasst am: 17. 03. 2014 [00:14]
Bambi!
Hans-Günter Bambach
Dabei seit: 21.12.2010
Beiträge: 21
Hallo zusammen, hallo Michael,
ich habe Olafs Hinweis im Big-Forum zum Anlass genommen, auch die anderen Foren, in denen ich aktiv bin, über 'Riderscan' zu informieren. Nach und nach ging's so ins GN-Fahrer, ins Caferacer- und in 2 Monster-Foren. Bei der Englischen Übersetzung für's Adventure-Rider-Forum ist mir ein Punkt ein bißchen klarer geworden, der einem in der Muttersprache vielleicht zu 'geläufig' ist. Im Auto bin ich 'integriert', meine knappen 100 kg auf dem Fahrersitz und die nur 55 kg meiner Frau auf dem Beifahrersitz machen in der Reaktion des Fahrzeugs bzw. des Gesamt-Paktets wenig aus. Selbst, wenn meine Frau nicht dabei ist, ist das bei Regeleingriff recht egal. Beim Motorrad ist das völlig anders! Meine 100 kg sind Bestandteil der Fahrzeug-/Fahrer-Einheit, ebenso ggf. die An- oder Abwesenheit der 55 kg meiner Frau auf dem Sozius. Wenn dann der Assistent bei bereits eingeleiteter Schräglage, egal, sagen wir mal rechts, der Ansicht ist, er müsse eingreifen, bin ich schlechtestenfalls überhaupt nicht darauf vorbereitet. Ich möchte jetzt schon garnicht mehr wissen, wohin die Reise dann geht ...
Und wenn wir gerade beim Nachdenken sind: adaptives Licht. Heißt für mich, es lenkt mit. Ok, brauch' ich beim Moped eigentlich nicht bzw. man müsste was entsprechendes anbauen. Gut, gibt es schon, weiß ich auch. 'Anpassendes' Licht (denn das bedeutet das) heißt auch an Wankbewegungen der Karosserie (meines Fahrwerks) und Beladungszustand. Ist ja zum Beispiel bei den teuren Xenon-Leuchten der Autos vorgeschrieben. Leider erspart mir im Gegenverkehr selbst das schnellste Nachjustieren der Leuchten nicht den ersten Augenblick der Blendung. Und ich lege etliche Meter zumindest im Halbblindflug zurück bis sich meine Augen angepasst haben. Wenn man dann noch beim ADAC-Test solcher Leuchten liest, daß die nicht auf alle Parameter korrekt reagieren und sogar bei Erkennen einer solchen Situation der Eingriff des Fahrers nicht immer funktioniert, dann gibt das doch mindestens zu denken. Zumal wir dann nicht vom Licht von 55 oder 60 Watt Fernlicht sprechen, da kommt doch schon ein bißchen mehr 'rüber.
So, das sollte für's erste Nachdenken reichen. Ich möchte noch betonen, daß ich mich nicht allen Systemen überlegen einschätze, daß ich ein ABS z.B. auf alle Fälle für sinnvoll halte - wenn man damit trainiert hat. Dummerweise geht das Training dann wieder einzig über mein Portemonnaie, bei einer Sache, für die ich ohnehin bereits Euronen über Euronen bezahlt habe ...
Schöne Grüße, Bambi
Verfasst am: 26. 07. 2014 [10:17]
Tim492
Tim Pehle
Dabei seit: 03.10.2009
Beiträge: 110
Ich glaube ich muss meine derzeitigen Mopeds alle noch mehr hegen und pflegen. Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich keine aktiven Assistenssysteme am Motorrad haben will. Das hgört sich zwar zunächst alles recht schön und gut an ist aber in der Praxis extrem gewöhnungsbedürftig.

Von Beruf bin ich Berufskraftfahrer und fahre einen Chemietankzug und habe täglich mit dem Kram zu tun. Auf einem Sicherheitstraining habe ich die Gelegenheit gehabt die elektronischen Helferlein der Reihe nach unter kontrollierten Bedingungen zu testen. Kreisbahnfahren bis zur Kippgrenze (und Regelung durch das ESP - elektronisches Stabilitätsprogramm). Dabei werden einzelne Räder so gebremst das ein Kippen verhindert wird. Soweit - sogut. Die aktive Bremsung greift aber dermassen rabiat ein, das dies zu Problemen führt wenn man die eigenwillige Reaktion des Fahrzeugs nicht auf der Rechnung hat. Im günstigsten Fall wird nur die Lenkung verzogen. Man darf nicht vergessen, dass man bei solchen Trainings auf bockige Reaktionen des Autos vorbereitet ist.

Unvorbereitet auf dem Moped möchte ich sowas nicht haben. Da sind ja die fahrphysikalischen Gegebenheiten nochmals ganz anders. Ich stelle mir gerade ne "automatische" Bremsung bei der Anfahrt zum Elefantentreffen vor, wo die Strassenbeschaffenheit auch, sagen wir mal, recht unterschiedlich sein kann.

Gruss Tim

Der Verstand ist wie ein Motorrad. Es hat nur dann Sinn wenn er benutzt wird.(Bernhard Egger)

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