Startseite | Mein Account | News | Presse | Forum | Impressum | Sitemap



Mein BVDMÜber unsBallhupeUnsere MitgliederNewsNewsletter Juni 2014Newsletter März 2014AktuellesJHV des BVDM 2014Bergisches Anlassen 2014Kaffee statt Knöllchen 2014Tag der VerkehrssicherheitReview Messe DortmundPreview INTERMOT 2014FEMA: FahrerassistenzsystemeSHT: Aktuelle TermineTermine TZF, TT, DLFMitgliederbefragung 2014Dezember 2013April 2013Oktober 2013NewsletterMotorradtrainingBVDM aktivMotorrad-ParkplätzeStreckensperrungenGefahrenmeldungForumKontakt



Sie befinden sich hier:  News | Newsletter März 2014 | FEMA: Fahrerassistenzsysteme


Fahrerassistenzsysteme

Können Motorräder und vor allen deren Fahrer/innen von neuen Technologien profitieren?

Das war die Frage die hinter dem diesjährigen European Motorcyclists Forum (EMF) in Brüssel stand. Ausgerichtet von der FEMA im Auftrag des EU Parlaments.

Was steht überhaupt dahinter?

Fangen wir mal ganz oben an.

Im Rahmen des größten EU-Forschungs- und Innovationsprogramms  Horizon2020 sucht man Wege Innovationen voran zu bringen. Dies beinhaltet im Rahmen des Programms CARS2020 auch Innovationen im Verkehrsbereich zur Stärkung und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie mit über 12 Mio. Arbeitsplätzen. Im Rahmen der EU Richtlinie 2010/40/EU (im Folgenden nur kurz ITS - Intelligent Transport Systems - genannt) unternimmt die EU Kommission starke Anstrengungen, den Verkehr sauberer, sicherer und effizienter zu machen.

In Brüssel hat man, im Gegensatz zu Berlin, schon länger erkannt das dazu auch motorisierte Zweiräder (PTW = Powered Two Wheeler) einen wesentlichen Beitrag leisten können. Zumindest was Umweltfreundlichkeit (sauber) und Effizienz (Verkehr am Fließen halten) angeht. Allerdings mit deutlichen Nachteilen bei der Sicherheit. Das Verletzungsrisiko ist halt „naturbedingt“ bei einem Motorrad größer, da es keine Sicherheitszelle hat.

Daher hat die EU-Kommission auch Forschungsaufträge im Bereich motorisierte Zweiradfahrer vergeben. Eines davon ist das Projekt Riderscan, welches an die FEMA, der Interessenvertretung der europäischen Motorradfahrer, vergeben wurde.

Das war ganz kurz und knapp der Hintergrund für das European Motorcyclists Forum  am 5. und 6.3.2014 in Brüssel.

Was sind überhaupt Assistenzsystemen?

Kurz, alles was das Fahren sicherer und komfortabler macht. Das sind beim Motorrad schon die Heizgriffe. Können aber auch komplexe Systeme sein, die in das Fahrzeug eingreifen (z.B. Notbrems- oder Spurhalteassistent).

Mein Fazit

Es besteht Konsens bei allen Anwesenden, das Motorräder anders sind als Autos oder LKW´s. Folglich kann man auch nicht Regeln aufstellen, die sich rein an dem orientieren was für Autos machbar und möglich ist, wie es z. B. die Bundesregierung mit der "Winterreifen-Verordnung" gemacht hat. Andererseits war bei anwesenden EU Vertretern, die entsprechende Richtlinien voranbringen müssen, durchaus das Interesse zu spüren zukünftig vorzuschreiben, was technisch möglich ist, damit Verkehrsverstöße erst gar nicht begangen werden können. Zum Beispiel, dass Fahrzeuge automatisch bremsen, wenn die zulässige Geschwindigkeit überschritten wird.

Darum ist es wichtig, dass auch zukünftig Vertreter der Motorradfahrer (FEMA) in entsprechenden Gremien und Ausschüssen sitzen. Dort, wo quasi der Text kommender EU Richtlinien fachlich abgestimmt und ausgearbeitet wird.

Was könnt Ihr aktuell dazu tun?

Gebt Eure Meinung zum Thema Assistenzsysteme (ITS) kund.

Im Auftrag der EU Kommission führt die FEMA dazu eine Umfrage unter allen europäischen Motorradfahrern durch. Dank Michael Wylczynski (BVDM) sind die Fragen auch in Deutsch Verfügbar: http://www.fema-online.eu/riderscan/-Intelligent-Transport-Systems-?lang=en

Beteiligt Euch!!!!!

Alle Vorträge und Diskussionsthemen hier zu kommentieren würde den Rahmen sprengen. Wir bleiben am Ball. Zumindest an die Abkürzungen PTW und ITS solltet Ihr Euch gewöhnen.

O. Biethan

 
© BVDM e.V.