Es gibt einen neuen Bescheid in der Angelegenheit BMW Motorrad Integral-ABS (FTE automotive), der vom Präsidenten des Kraftfahrtbundesamte (KBA) signiert ist. Er ist datiert auf den 16.Feb. 2007. Der Bescheid im Volltext (PDF) und Auszüge davon sind - völlig unkommentiert - hier einsehbar:
http://motorrad.wordpress.com/2007/02/26...7-integral-abs/
Die Erkenntnisse und Beurteilungen durch den Präsidenten des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) in Flensburg könnten teilweise Erstaunen hervorrufen. Denn ein mit einer BMW R1100S verunglückter Mainzer Fahrlehrer und Motorradinstruktor erklärte seinerzeit gegenüber dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL die Sachlage wie folgt : "Im ersten Moment erscheine die Bremse total defekt. Sie reagiere erst auf sehr starken Hebeldruck und sei nur schwer dosierbar."
Nach wie vor ungeklärt ist auch, warum sporadische, unkalkulierbar starke Verzögerungseinbrücke von bis zu 12 Metern keine Untersuchungen nach GPSG auslösen. Denn bei einer BMW R 1200 GS wurden bei einer Messreihe aufgrund starker Verzögerungseinbrüche Bremswegdifferenzen von 12 Metern gemessen (MOTORRAD, Waldemar Schwarz). Bei dieser "unangenehmen Überraschung" löst das Integral-ABS "die Bremse ungewöhnlich lang, das Motorrad legt einige Meter ungebremst zurück. Passiert das vor einer Kurve, kann es ganz schön kritisch werden." Dieser Mangel des Integral-ABS konnte auf der Testtrecke von FTE automotive, und zwar speziell auf der Sägezahnstrecke einwandfrei reproduziert werden. Der Artikel von Redakteur Waldemar Schwarz (Zweiklassen-Gesellschaft. In: MOTORRAD. 10/04. 48-55) kann für 2.- Euro als PDF bei MOTORRAD bezogen werden:
http://www.motorradonline.de/archiv/moto...ownload_abo.htm
Beachtlich ist vielleicht auch, dass der Präsident des Kraftfahrtbundesamtes vorgibt, nicht zu wissen, "Wer oder was die BMW AG dazu bewogen hat einen Rückruf einzuleiten". Diese Frage könne nur die BMW AG beantworten. Ebenfalls könne nur die BMW AG folgende Frage beantworten:
"Warum andere Gefährdungen, auf die in der Bedienungsanleitung hingewiesen wurde, nicht beseitigt worden sind, ..."
* Hinweis: Die vom Präsidenten des KBA erwähnten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kempten wurden bereits am 08. Februar 2007 eingestellt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I sind derzeit noch immer in der Hand der beauftragten Sachverständigen, die sich der Untersuchung der im August 2006 sichergestellten Motorräder mit I-ABS widmen. | |