BVDM und Innenminister Jäger
von links: Herr Hager, Michael Wilczynski, Innenminister Jäger

Diese Einladung hätten wir auf alle Fälle wahrgenommen, umso mehr noch als das Herr Jäger als Innenminister zugegen sein würde.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrn Hager und Frau Engelmeier (MdB und Mitglied im BVDM e.V.) wurden dem Minister die Probleme aus Sicht der Betroffenen dargestellt. Hier wurde auch ganz klar gesagt, das man vom Kirchturmsdenken weg ist und auf keinen Fall eine Sperrung für Motorräder in Hückeswagen haben möchte. Dies würde die Probleme ja nicht lösen sondern nur verlagern!

Forderungskatalog

Auch ein Forderungskatalog an den Minister wurde überreicht und auch besprochen.

Gefordert wurden unter anderem:

  • Unangekündigte Geschwindigkeits- und Lärmmesseungen mit Unterstützung durch Sachverständige (Dekra TÜV)
  • Im Bereich des Beverdamms Einführung von Tempo 30.
  • Rund um die Bever Tempo 50 einführen mit dem Zusatzzeichen Lärmschutz.
  • Den geplanten Umbau der K5 auf das Jahr 2018 vorziehen.
  • Eine Entschleunigung an den Ortsausgängen mit stufenweiser Anhebung der Höchstgeschwindigkeit (50; 60; 70, 80 etc.)
  • Versetzen / Überprüfen von Ortsausgangsschildern.
  • Verstärkter Einsatz von Kradpolizei und Polizeipräsenz im ganzen.(Auch Provida)
  • Anbringung einer stationären Radarstation.

 

Die meisten Forderungen machen sicherlich Sinn. Jedoch sind Geschwindigkeitsbeschränkungen nur so wirkungsvoll wie die Kontrollen ebendieser. Auch die Aufbringung von Rüttelschwellen wurde angesprochen, jedoch von uns in diesem speziellen Fall als kontrapoduktiv angesehen. Hier ist es sicher sinnvoller durch Fahrbahnmarkierung aufgebrachte "Hindernisse" Verengungen die Straße schmaler zu halten.

Das Thema Lärmmessung wurde angesprochen und durch uns erst einmal dargelegt, welche Hürden bei den Messverfahren zu nehmen sind!

Die durch die IG vorgelegten Zahlen halte ich persönlich für sehr hoch gegriffen. 300 Motorräder in einer Stunde bedeutet: Alle 12 Sekunden ein Motorrad. Dies wäre tatsächlich ein hohes Motorradaufkommen.

Fazit:

Das Gespräch mit den Abgeordneten und dem Innenminister war sicher gut, aber aus unserer Sicht war es viel wichtiger in einer guten Atmosphäre gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Wenn einige Zeitgenossen nicht mit der Gashand sondern dem Kopf denken würden, gäbe es viele Probleme nicht.