Wann und wo?


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Die Veranstaltung fand am 2. August 2025 in der Nähe von Gütersloh statt und führte in den Teutoburger Wald.

Wir haben diesmal drei verschiedene Berichte zur Veranstaltung, jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven (Fahrtleiter, Teilnehmer, Helfer).

 

Zuerst der Bericht des Fahrtleiters MiBo

Nass, aber genial – Die 1. Mystery Tour

Wer sagt eigentlich, dass schlechtes Wetter gute Motorrad-Laune killt? Nicht unsere 24 Teilnehmer auf 20 Fahrzeugen! Ausgerüstet mit wetterfesten Klamotten, guter Laune und einer gehörigen Portion Abenteuerlust, starteten sie am Motorradtreff „Brocker Mühle“ in Herzebrock-Clarholz zur diesjährigen Mystery Tour.

Das Motto

An fünf Zwischenzielen galt es, QR-Codes zu erspähen und die darin versteckten Aufgaben zu knacken. Ob mit dem Smartphone und einem beherzten Griff ins Internet oder direkt am Ort des Geschehens – Navigieren, Nachdenken und manchmal auch ein bisschen Schmunzeln waren gefragt.

Route mit Hintergedanken

Die Route führte über schöne Strecken, die sich durch ihre Geschichte und Bedeutung für Motorradfahrer auszeichnen: Unter anderem ging es über die Bergstraße in Bad Essen, bekannt für ihre Rüttelstreifen. Diese Strecke war früher für Motorradfahrende gesperrt und kann nach einer Klage durch den Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) heute wieder sicher befahren werden.

Bergrennstrecke belegt!

Ursprünglich sollte die Tour über die Holter Bergrennstrecke führen, doch das alljährliche Bergrennen sorgte für eine Sperrung an diesem Wochenende. Kein Grund zur Enttäuschung – ein kleiner Umweg wurde gefahren, der ebenso reizvoll war und zeigt, dass Flexibilität und Fahrspaß zusammengehören.

Kuchenkontrolle an einer Burgruine

An der Holter Bergrennstrecke hat der BVDM auch in der Vergangenheit mit der Aktion „Kaffee statt Knöllchen“ für Aufklärung und Rücksichtnahme gegenüber Anwohnern geworben – ein Teamgeist, der auch bei dieser Tour spürbar war.

Das Resümee der Teilnehmer

Eine rundum gelungene Veranstaltung mit tollen Strecken, spannenden Herausforderungen und einer Gemeinschaft, die auch bei Nieselregen und Wind den Spaß auf zwei Rädern nicht mindert. Einzig das Wetter war noch verbesserungswürdig – daran wird natürlich weitergearbeitet!

 

Dann der Bericht von Teilnehmer Niklas

Erste Verlustmeldungen bereits vor der Abfahrt

Wir (Niklas, Timon, Thorben und Pascal) hatten uns gemeinsam mit drei weiteren Leuten bei der Mystery Tour angemeldet, da wir sehr positiv von der Deutschlandfahrt 2024 überrascht waren und Lust hatten, eine weitere Deutschlandtour mitzufahren. Knackpunkt an der Geschichte war leider, dass sich die Deutschlandfahrt dieses Jahr mit unserem Motorradurlaub in Italien überschneidet. Daher haben wir uns bei der Mystery Tour angemeldet und es war, wie soll man sagen, ein "feuchtfröhliches" Erlebnis. Wir haben uns um 08:15 Uhr bei Timon getroffen und haben direkt gemerkt, dass drei von unseren Leuten den Schwanz eingezogen hatten, da denen das Wetter nicht gepasst hat. Also haben wir uns zu viert auf den Weg zum Start am Motorradtreff Brocker Mühle gemacht.

Los geht's, noch halbwegs trocken - aber leider bleibt das nicht so...

Da es noch kaum geregnet hat waren wir auch erstmal zuversichtlich, dass es auch so bleibt. Leider war dem nicht so, als die ersten Regenschauer über uns eintrafen. Das hat uns allerdings nicht daran gehindert weiter zu fahren. Am Start haben wir viele Gesichter von der Deutschlandfahrt wieder gesehen, allerdings auch neue. Dann ging es zum "Boarding". Wir haben Koordinaten bekommen, an welchen jeweils ein QR-Code versteckt war, den wir suchen mussten. Im Prinzip ähnlich wie bei der Deutschlandfahrt, nur mit dem Haken, dass man noch keine Fragen im Vorfeld bekommt, sondern diese erst beim scannen des Codes an dem jeweiligen Standort.

Knifflige Aufgaben, aber wir haben ja ein Ziel

Während der Tour sind auch viele lustige Sachen passiert. Wir sind vom Regen in die Traufe gekommen, haben allerdings trotzdem weiter gemacht, weil wir gemerkt haben, dass es auch bei schlechtem Wetter Spaß macht, zu fahren. Wir hatten ja ein gemeinsames Ziel: Alle Fragen richtig beantworten und mit voller Punktzahl nach Hause fahren. Spoileralarm: Hat nicht bei jedem geklappt. Wir sind über Landstraßen gedüst, durch Dörfer geschlichen und unbeabsichtigt sogar im Wald gelandet, wo noch schöne Bilder gemacht wurden. Vor dem letzten Checkpoint find es nochmal richtig an zu regnen, sodass wir uns bei einem Landwirt in die Halle stellen mussten, um nicht komplett unterzugehen. Am Ende sind wir als Erste beim Ziel Malepartus in Lienen angekommen, komplett nass, erschöpft und dennoch mit einem Lächeln auf dem Gesicht, da es alles in allem ein erfolgreicher und spaßiger Tag bei der Mystery Tour war.

 

Zum Schluß der Bericht der Helfer Inge und Peter

Große Pläne, alles wird anders

MiBo hatte sich mächtig ins Zeug gelegt und mit sehr viel Aufwand eine ganz neue Art von Veranstaltung auf die Beine gestellt. Als Leiter der TourenTrophy habe ich MiBo (fast) freien Lauf gelassen, es mal ganz anders aufzuziehen, als wir das seit mittlerweile Jahrzehnten machen. Aber - nichts im Leben ist so konstant wie die Veränderung. Schau'n wir mal, was draus wird, wenn jemand mit frischen Ideen um die Ecke kommt, hatte ich mir im Vorfeld gedacht.

Helfer sein macht Spaß

Normalerweise bin ich ja entweder selber Fahrtleiter oder normaler Teilnehmer. Die Perspektive eines Helfers hatte ich bisher noch nicht so oft bei einer unserer TourenTrophy Oris. Wenn die Teilnehmer mit Fragen um die Ecke kommen, muss man nicht selber Auskunft (oder Rechenschaft) geben, sondern kann im Zweifelsfall auf den Fahrtleiter zeigen. Allerdings durfte ich dann doch das "Wettbüro" leiten und die Anmeldungen vor Ort entgegennehmen und die Bordkarten ausfüllen. So weit, so normal. Inge verteilte die von Elke vorbereiteten Sandwiches und sonstige Leckereien. Vorher noch den brandneuen BVDM Pavillon (wurde am Tag vor der Fahrt geliefert) zusammen puzzeln. Bei der geplanten automatischen Fahrerbesprechung streikte dann die Technik, aber ein Live-Vortrag ist doch eh viel besser als KI Konserven.

Wer lesen kann, wäre wie immer klar im Vorteil, wenn er es denn täte

Was wir schnell feststellten - die vorab von MiBo verschickte Anleitung und den Probe QR Code hatte kaum einer gelesen. Ja, man brauchte unter iOS eine spezielle App und ja, man sollte wissen, wie man Koordinaten in sein Navi/Handy eingibt. Es holperte am Start ein wenig, aber am Ende haben es (fast) alle hinbekommen. Es ist doch auch ein Erfolgserlebnis, wenn man das hinkriegt und solche Hürden meistert. Alle Teilnehmer machten sich also auf die Reise, die Mysterien dieser Tour zu ergründen...

Helfer sein macht Spaß, Teil 2

Wir luden also wieder alles in unseren Camper und machten uns auf die Socken zu unserem Kontrollposten. Dieser befand sich an der Holter Burg, einer Ruine in der Nähe von Bissendorf. Auf dem Weg dorthin fing es so dermaßen an zu schütten, dass der Scheibenwischer kaum hinterherkam. Wir waren sehr froh, ein regendichtes Dach über dem Kopf zu pilotieren. Just an diesem Wochenende fand in Borgloh das bekannte Bergrennen statt. Unser Parkplatz war nur wenige hundert Meter vom Ziel entfernt und wir konnten die Rennwagen deutlich hören, wenn sie den Berg hinauf bliesen. Wir bereiteten also die Kuchenkontrolle vor, während sich das Wetter etwas beruhigt hatte, sogar etwas Sonnenschein brach durch. Zuerst kamen die "milden Jungs" an. Als Regenkombi scheint heutzutage ein Pulli über der Lederkombi in Mode zu sein. Entsprechend sahen sie aus und waren ziemlich durchnäßt. Ich war echt beeindruckt, wie gelassen die Jungs das Wetter nahmen. Wir haben jedenfalls zwischenzeitlich die Schiebetür des Campers zugemacht (der Kuchen wäre sonst naß geworden ;-) ) und haben selbigen durch das geöffnete Fenster verteilt. Nein, eine Currywurst/Pommes konnten wir nicht anbieten. Immerhin konnten wir unsere mitgebrachten Schirme verteilen, was zumindest das Gefühl von Regenschutz bei den klatschnaßen Teilnehmern auslösen sollte. Aber Respekt, ausnahmslos alle waren gut drauf und hatte großen Spaß an der Tour. Hatte ich bei dem Wetter nicht mit gerechnet.

Kaffeetrinken während der Fahrt erlaubt? Bei dem Wetter: na klar!

Nach und nach trafen die Teilnehmer also bei uns ein. Manche früher und feuchter (s.o.), andere später und dafür trockener. Aufgrund der Wetterlage hatten einige Teilnehmer einen Boxenstopp in einem der Cafés an der Strecke eingelegt. Weise Entscheidung! Sie führte im Fall von Jürgen und Anneli nur dazu, dass wir unsere Kuchenkontrolle zwischenzeitlich bereits abgebaut und uns zum Zielpunkt aufgemacht hatten. Aber Kuchen hatte die beiden ja bereits anderweitig genossen. Wir kamen also als Vorletzte im Ziel an und konnten noch der Siegerehrung beiwohnen. Auch hier waren alle echt gut drauf, obwohl sich so manche Pfütze unter den Tischen bildete.

Fazit meinerseits

Ganz was Neues? Check.
Neue Leute ansprechen? Teilweise Check.
Wetter? Nee...
Viel Spaß? Mega Check.
Pulli als Regenkombi? Suboptimal.

Da viele Teilnehmer nach einer Wiederholung fragten, wird MiBo wohl nicht umhin kommen, im nächsten Jahr eine 2. Mystery Tour anzubieten. Wenn das Wetter dann besser ist, nehmen wir vielleicht sogar teil...

Ergebnisse

Platz Fahrer Beifahrer Motorrad Punkte
Marco S.-H. Yamaha Tracer 900 100 
Thomas P. 100 
Rainer K. Honda Transalp 100 
Olaf B Yamaha Tenere 700 100 
Timon H. 100 
Michael W. Elvira W. Yamaha XJ900 Gespann 100 
Jürgen W. Anneli W. Suzuki Bandit 1250 95 
Stefan K. Honda NT1100 88 
Thorben L. 85 
Pascal S.. 85 
11  Iris M. BMW G310GS 81 
11  Sarah M. BMW F650GS 81 
11  Nina S.. Honda 81 
14  Niklas S. 80 
15  Holger S. Nicole S. Moto Guzzi V85TT 79 
16  Godfried H.. Benelli 74 
17  Thomas S. Honda CBR600 72 
17  Franz B. 72 
19  Axel M. Lucy M. BMW R1100GS 71 
20  Klaus T. BMW R1200R

 

Video Mystery Tour


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Fotos der Mystery Tour 2025 (Fotos: Bojert)